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Skicross  
Mike in Action
bei der Siegerehrung
Mikes Olympia-Geschenk

 

Mike Schmid

 

An den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver haben zwei neue Begriffe in der Schweizer Sport-Öffentlichkeit ihren Platz gefunden: Skicross und Mike Schmid. Mike Schmid, der 26-jährige Hüne aus Frutigen wird seit 2006 von Alpina ausgerüstet.

Der Berner Oberländer war über den ganzen Winter 09/10 der Stärkste in den telegenen Verfolgungsrennen. Er sicherte sich den Sieg im Gesamtweltcup. Der Auftritt auf dem Cypress Mountain bei Vancouver überstrahlte freilich alles. Schmid zeigte seinen Konkurrenten in Viertelfinal, Halbfinal und Final nur die Ski-Enden. Er geriet dank seiner offensichtlichen Überlegenheit nie in Gefahr, im Zweikampf mit einem Gegner zu stürzen, wie dies sowohl im Skicross als auch im Boardercross nicht selten der Fall ist.

 

2004 startete Mike Schmid erstmals im Weltcup. Die "organsierte" Verfolgungsjagd auf eisiger Unterlage sagte ihm sofort zu. Ein Jahr später, im österreichischen Kreischberg, stand er ein erstes Mal auf dem Podium. Die Fortschritte waren frappant. Und doch glaubte er nicht, dass er in dieser damals medial vergleichsweise wenig beachteten Ski-Sparte je für nationale Schlagzeilen sorgen würde. Mit der Aufnahme ins olympische Programm änderte sich nicht alles, aber vieles spürbar.

 

Noch vor zehn Jahren hatte wenig bis nichts auf die Glanz- und Gloria-Tage an den Winterspielen hingedeutet. Schmid stand an einem Wendepunkt - oder besser: Er sackte auf den Nullpunkt ab. Er galt im alpinen Skirennsport als Talent, aber er stagnierte. "Die Freude am Skisport war weg", erinnert er sich. Während Jahren gehörte er auf interregionaler Ebene zusammen mit dem heutigen Weltcup-Fahrer Patrick Küng zu einer Gruppe von Nachwuchsfahrern, denen Potenzial zum Durchbruch attestiert wurde. Im Alter von 15 verabschiedete er sich vorzeitig. Die straffe Prozedur im Rennsport missfiel ihm.

 

Skifahren beinhaltete für den Freidenker Schmid immer mehr als nur den Wettlauf mit der Zeit. Der Kampf "Mann gegen Mann" fasziniert ihn. "Die Sprünge, die Wellen, all das mag ich." Die Mischung aus Sport und Spektakel stimmt für ihn. In der jungen Sportart blühte Schmid in den letzten Jahren wieder auf.

 

 

Für seine Leidenschaft investiert er viel. Im Sommer schuftet er während drei Monaten im Strassenbau. Für die pickelharte Schinderei wurde er nun doppelt und dreifach entlöhnt: mit dem goldenen Gastspiel im weltweit wildesten Ski-Zirkus.

 

 

www.mike-schmid.com

 

 

 

 

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